Rückblick auf den Besuch der Alten Spinnerei Kolbermoor

Liebe Baukultur-Interessierte,

im Rahmen der Baukultur Bad Feilnbach hatten wir zum Rundgang über das Gelände der Alten Spinnerei in Kolbermoor eingeladen. 24 Teilnehmer konnten in Begleitung von Dr. Max von Bredow sowohl die denkmalgeschützten Fabrikgebäude, wie auch die neuen 6-geschossigen Y-Häuser im Spinnereipark besichtigen.

Ein ganz besonderes Highlight war der Besuch des Büros der Quest Baukultur GmbH, dass sich in einem der alten Industriegebäude befindet und wo wir Modelle von verschiedenen Bauprojekten, unter anderem vom Tannenhof in Bad Feilnbach, begutachten konnten. Solche Modelle werden angefertigt, um die Größe und Höhe aber auch die Anordnung der Häuser besser zu verbildlichen, sind aber in der Herstellung sehr aufwendig und kostspielig, erklärte uns Dr. Max von Bredow.
Auch die Y-Häuser im Spinnereipark konnten wir uns anschauen. Über die Tiefgarage, die sehr aufwendig gebaut werden musste weil die Häuser in einem Überschwemmungsgebiet liegen, konnten wir eines der Häuser betreten und eine ca. 100qm große Wohnung im 3. Stock besichtigen.

Abschließend zeigte uns Dr. Max von Bredow anhand von Bildern wie das Gelände der Alten Spinnerei vor der aufwendigen Restaurierung ausgeschaut hatte, um einen Eindruck zu bekommen wie sich das Areal entwickelt hat und wieder zum Leben erwacht ist.

Herzlichen Dank an Dr. Max von Bredow und Michael Sandbichler von der Quest Baukultur GmbH für die wirklich sehr interessanten Einblicke und Hintergrundinformationen.

Schönen Gruß,
Elisabeth Ranner
Baukultur-Beauftragte Bad Feilnbach
Instagram: baukulturbadfeilnbach


Rückblick: Ortsspaziergang in Kutterling

Der Ortsteil Kutterling steht unter Ensembleschutz, das heißt:

Ein Denkmal-Ensemble ist eine Mehrheit von Gebäuden, die in ihrer Gesamtheit erhaltungswürdig ist, z.B. ein Ortskern, ein Platz, eine Straße. Zu einem Ensemble gehören damit alle Gebäude dieser Einheit, auch wenn sie selbst keine Baudenkmäler sind.

Was das für die Menschen bedeutet die in einem Dorf mit Ensembleschutz leben, konnten wir gestern in Kutterling erfahren. Der Ort ist von sehr alten bäuerlichen Anwesen geprägt, die größtenteils noch bewirtschaftet werden. Einige der Häuser sind denkmalgeschützt und weisen schon ein beträchtliches Alter auf. Der Kreisheimatpfleger Daniel Hoheneder war sichtlich stolz über einen solch guterhaltenen Bestand an alten Häusern.

Eines der ältesten Häuser im Landkreis ist das Schneiderhäusl aus dem 16. Jahrhundert, das haben Holzproben die im ganzen Haus entnommen wurden ergeben. Aber auch das Schusterhäusl, die Anwesen beim Hansn und beim Walch und natürlich das LeiblHaus sind ortsprägende Häuser.

Aber es sind nicht nur die Häuser die Kutterling so schön machen, die Menschen dort haben ein gutes Gespür für ihr Dorf, das sieht man an wunderschönen Bauerngärten, alten liebevoll gestalteten Nebengebäuden und einer freundlichen Dorfgemeinschaft.

Kutterling ist unbedingt einen Spaziergang wert.

2 Jahre Baukulturregion

Charta der Baukultur - erfahren Sie mehr

Download der Charta


 

 

Ein Beitrag über die Baukulturregion - Ihre Werte, Ziele und Aufgaben lesen Sie HIER                                                                    

Wir haben ein Ziel:

Baukultur schafft und bewahrt Lebensräume für alle Generationen, in denen soziales Miteinander und Beheimatung erfahrbar werden.“, erklärt Projektinitiator Michael Pelzer, „Sie ist deshalb eine kommunale Daueraufgabe und dabei kein Tummelplatz von Planern, sondern ein Zusammenspiel von Vielen.“

Im Verständnis von Pelzer und den Projektinvolvierten soll Baukultur zu einer Gemeinschaftsaufgabe werden: Bürgerinnen und Bürgern sind die Experten für das Leben in der Gemeinde. Die Stadt- und Gemeinderäte und Bürgermeister bewahren den Blick für das Ganze in der Gemeinde. Die Verwaltungen verstehen die Intentionen der Gesetze und haben nicht nur den Wortlaut im Blick. Und die Fachleute der unterschiedlichsten Disziplinen, Städteplaner, Architekten, Handwerker, Sozialplaner, Betriebswirte und Gemeinwesensarbeiter, verstehen sich als Unterstützer, Fragesteller und Informanten.

Und obwohl Baukultur jede*n von uns gleichermaßen betrifft; sich die Erwartungen und Ansprüche auf dem Land oft ähneln, gibt es doch ganz verschiedene Wünsche sowie Wege, sich dem Thema zu nähern.


Ortsspaziergänge 2022

Achtung! Uhrzeit wurde geändert!

Einladung/Termine zu den Spaziergängen in den jeweiligen Ortsteilen.

 

 

 

Der Ortsspaziergang durch Wiechs am 17.5.2022 bei schönstem Wetter!

Einblicke und Inspiration

Vorträge für Interessierte zum Thema "Bauen auf dem Land" von und mit Architekt Peter Haimerl

https://www.youtube.com/watch?v=CQjljawp7gw

https://www.youtube.com/watch?v=hkgMqkQRGOo


Holzbau Werkstatt "Klopf auf Holz" am 25.06.21

Holzbau Werkstatt - Klopf auf Holz

Bad Feilnbach 25.06.2021

In einer kleinen aber feinen Runde beschäftigten sich Bad Feilnbacher Gemeinderatsmitglieder, Architekten und Vertreter der örtlichen Holzbaubetriebe mit dem Thema des Holzbaus.

Den Input von außen steuerte Univ. Prof. Architekt DI Hermann Kaufmann bei, der bis 1. April 2021 an der TU München „Holzbau & Entwerfen“ lehrte. Prof. Kaufmann stammt aus einer Holzbaufamilie im Bregenzerwald und hat sich als Holzbauarchitekt einen Namen gemacht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiteten Vorschläge wie die Gemeinde und die Holzbaubetriebe den Holzbau in Bad Feilnbach zu einem wichtigen Bauthema machen können.

Es war ein gelungener Vortrags- und Informationsabend, der ein weiterer Baustein im Projekt Baukulturregion Alpenvorland ist.

Mit unten aufgeführtem Link können Sie die Veranstaltung digital anschauen!

https://youtu.be/NLgcqthJnXM


Das LEADER-Projekt "Baukulturregion Alpenvorland" stellt sich vor

  Projektinformation & Vorstellungsvideo zur ARGE Baukultur

Baukulturinteressierte können sich gerne an Bürgermeister Wallner oder Bauamtsleiter Helge Dethof wenden!