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Leonhardifahrt

, Brigitte Stadler Zoom © Brigitte Stadler

Eine der ältesten Leonhardi-Wallfahrten im oberbayerischen Alpenvorland findet in Lippertskirchen bei Bad Feilnbach statt.

Wenn die Frauen schmuckvolle Girlanden binden und die Männer die Sättel und Geschirre der Pferde auf Hochglanz bringen, dann steht ein großer bayerischer Feiertag bevor: die Leonhardifahrt zu Ehren des Heiligen Leonhard.

Am ersten Sonntag im November reihen sich prächtig geschmückte Pferdegespanne aneinander, wenn um 10 Uhr die feierliche Feldmesse beginnt.

Eine der ältesten Leonhardi-Wallfahrten im oberbayerischen Alpenvorland findet in Lippertskirchen bei Bad Feilnbach statt. Im November reihen sich wieder prächtig geschmückte Pferdegespanne aneinander, wenn die feierliche Feldmesse beginnt. Anschließend startet die Umfahrt mit den sehenswerten Fuhrwerken, die an der Kirche vom Ortspfarrer gesegnet werden. Die Leonhardifahrt in Lippertskirchen hat eine lange, gewachsene Tradition. Zauberhaft liegt die Wallfahrtskirche "Maria Morgenstern", die in der malerischen Gegend auf einem kleinen Hügel thront und bereits im Jahr 1349 geschichtlich erwähnt wird. Auf den Erhalt dieser Tradition sind die Fuhrleute besonders stolz, denn vielerorts ist dieser urbayerische Brauch bereits eingeschlafen. Das Fest des Heiligen Leonhard wird am 06. November gefeiert. Er gilt als der Schutzheilige der Pferde. Zielpunkt der Wallfahrten sind Kirchen und Kapellen, die dem Heiligen Leonhard geweiht sind. Die Leonhardifahrt oder der Leonhardiritt ist eine Prozession zu Pferd, die zum oberbayerischen Brauchtum zählt.