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Gute Luft in Bad Feilnbach

Gute Luft in Bad Feilnbach Gute Luft in Bad Feilnbach

In Bad Feilnbach stand die Überprüfung der Luftqualität zur Bestätigung des Prädikates „Moorheilbad“ an. Die Gemeinde Bad Feilnbach ließ einjährige Messungen nach den Richtlinien des Deutschen Heibäderverbandes durchführen. Im jetzt vorliegenden Amtlichen Gutachten des Deutschen Wetterdienstes wird bestätigt, dass die lufthygienischen Voraussetzungen für diese Auszeichnung weiterhin erfüllt sind.

Zur Bestätigung des Prädikates „Moorheilbad“ ließ die Gemeinde Bad Feilnbach die Luft in verschiedenen Ortsbereichen analysieren. Gemessen wurde gut ein Jahr lang vom 11.05.2007 bis 06.06.2008 an drei Standorten, die unten in der Grafik genannt sind. Durch die Auswahl der Standorte sollten die lufthygienischen Verhältnisse im gesamten Aufenthaltsbereich der Kurgäste und Erholung suchenden Urlauber erfasst werden. Die Luftproben wurden auf grobe Staubteilchen (gesamter Grobstaub ohne Blütenpollen), auf „schwarze“ Grobstaubartikel, auf Blütenpollen sowie auf den Gehalt an Stickstoffdioxid untersucht. Der „schwarze“ Grobstaub entsteht vorwiegen durch den Kraftfahrzeugverkehr (vor allem durch den Abrieb der Kfz-Reifen und des Fahrbahnasphalts) sowie beim Heizen mit Holz und Kohle. Stickstoffdioxid gelangt hauptsächlich durch die Abgase des Verkehrs und im Winter auch durch die Heizungen in die Luft. Es ist ein Gas, das in höheren Konzentrationen den Atemwegen schaden kann.

An der Messstelle „Kufsteiner Straße“ enthielt ein Kubikmeter Luft wegen des Verkehrs im Durchschnitt 11,6 Mikorgramm Grobstaub (1 Mikrogramm = 1 Tausendstel Milligramm). Erlaubt ist an diesem verkehrsreichen Standort eine mittlere Staubkonzentration von maximal 28 Mikrogramm. An den beiden Standorten „Freibad“ und „Sonnenstraße“ wurden Staubkonzentrationen von 5,7 bzw. 5,6 Mikrogramm festgestellt, wobei die jeweils zulässigen Höchstwerte zu 44 % bzw. 37 % erreicht wurden.

Ein weiteres Ergebnis: Die in Bad Feilnbach gemessenen groben Staubteilchen bestanden zum größten Teil aus Sandkörnern, die vom Wind und durch die Kraftfahrzeuge vom Erdboden bzw. von den Straßenoberflächen aufgewirbelt wurden. Im Frühjahr wurden in den Messgeräten auch viele Blütenpollen gefunden. Die Konzentration der „schwarzen“ Grobstaubteilchen war an der Messstelle „Kufsteiner Straße“ mit einem Messwert von 1,72 Mikrogramm deutlich höher als an den beiden anderen Standorten ohne unmittelbaren Verkehrseinfluss. Der maximal zulässige Belastungswert wurde an diesem verkehrsbezogenen Standort jedoch zu niedrigen 31 % ausgeschöpft.

Die Belastung durch Stickstoffdioxid wird ebenfalls in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft angegeben. Die Grafik lässt erkenne, dass die für den jeweiligen Ortsbereich geltenden Richtwerte an allen drei Standorten eingehalten wurden. Zum Vergleich sind zwei Ergebnisse aus den amtlichen Messnetzen der Länder Hessen und Bayern an der verkehrsreichen Friedberger Landstraße in Frankfurt bzw. an der „Reinluft“-Station auf der Zugspitze eingefügt.